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WAS BISHER GESCHAH!

Mitte des Jahres 2003 setzten wir uns zusammen und begannen ein Konzept zu erarbeiten, mit dem Ziel: Motorsport, noch nie gesehene Show und jede Menge Musik und Party zu kombinieren. Sicherlich die jeweiligen Einzel-komponenten gab es schon. 
Viertelmeile-Events gab es bereits seit den 70er Jahren und Musikveranstaltungen machten wir ja selber schon viele Jahre. Wie gehabt, war die Mischung und die richtige Würze der Schlüssel zum Erfolg. Das erste Konzept umfasste wenige Seiten und verzichtete gänzlich auf die heute notwendigen Details und Beschreibungen. "Wir machen einen Mords-Gaudi, kommt und macht mit!" war die simple aber passende Aussage. Somit waren die Partner auch schnell gefunden und es ging in die Details. Ein Flugplatz musste her. Da wir regional nix passendes fanden, gingen wir nach Allstedt in Sachsen-Anhalt. Der ehemalige Militärfluglatz bot gute Bedingungen und so wurden wir uns mit dem Vermieter und den Behörden schnell einig. Unser erster Flyer wurde erschaffen und ging in den Druck. Um so näher der Termin kam, um so ängstlicher wurden wir. Hatten wir an alles gedacht?


Mit viel Elan und noch mehr Fahrten nach Allstedt gingen wir ans Werk. Bestehende Kontakte und Lieferanten wurden in das neue Projekt eingeweiht und so hatten wir recht schnell alles beisammen. Den ersten SPEEDDAYS stand nun nichts mehr im Wege.
Am 28. und 29.08.2004 fiel der Startschuss. Mit über 1.500 Gästen trotz Dauerregens war das erste Rennen ein voller Erfolg. Beim zweiten Termin im September war uns Petrus auch nicht wirklich holt, so das wir wieder mit viel Regen und Sturm kämpfen mussten.
Trotz dieses Sch....wetters kamen ca. 2.000 Gäste. Rundum glücklich bauten wir alles wieder ab und saßen bereits zwei Wochen danach wieder über unserem Konzept und bauten unsere Erfahrungen ein. Schnell war klar, das wir mehr atemberaubende Shows und vorallem noch mehr Partyprogramm brauchten.


Und vorallem einen neuen Flugplatz! Denn die Strecke in Allstedt war eine mäßige Betonplattenstrecke mit einigen Wellen, welche besonders den schnellen Autos zu schaffen machten. Und gerade weil wir die Schnellsten der Schnellen auf dem Platz haben wollten, ging die Suche los. Ich glaube wir waren auf jedem Flugplatz in Thüringen bevor, ich weiss garnicht mehr wer es war, sagte: Fahrt doch mal nach Alkersleben! Stirnrunzel.
Natürlich kannten wir Alkersleben als Tratitionsflugplatz für Segelflieger. Den gab es ja schon zu DDR Zeiten. "Aber das ist doch Rasen, oder?" fragte ich in die erstaunte Runde. Das konnte nur eine Fahrt dorthin klären. Ich glaube an einem Sonntag fuhr ich hin. Bereits von weiten konnte ich in das Tal schauen, in dem der Flugplatz lag. "Sieht nicht wirklich aus wie Rasen, viel zu dunkel" dachte ich noch so. Noch wenige Kilometer und da stand ich:
Ein Tower, viel Wiese, eine breite Zufahrt und Asphalt wohin das Auge blickte. Ich dachte an die vielen Kilometer in wer weiss was für Provinzkäffern. In Gedanken steckte ich schon das Gelände ab. Hier der Parkplatz, dort die Shows, da das Partyzelt und und und. Der Plan zum Objekt war in meinem Kopf schon klar. Nur noch ein Problem: Wie überzeuge ich den Flugplatz davon! Also Anlauf nehmen und mit ein paar großen Schritten rauf zum Tower.


Glück gehabt! Der Chef war selber da. Ich schilderte also mein Anliegen und der Herrscher über diesen wunderschönen Flugplatz schien nicht abgeneigt zu sein. Einige Mails, Vertragsentwürfe und lange Nächte später war der Deal besiegelt und es ging ans ausmessen und zeichnen der ersten Pläne. Und das ganze Bitte im Eiltempo, denn die Suche nach dem perfekten Flugplatz hatte eine Menge Zeit gekostet. So begannen wir also wie in Allstedt regional alles klarzumachen. Holten die Ämter ins Boot, sprachen mit den Lieferanten & Sponsoren und noch vielen anderen wichtigen Leuten.


Am 21. Mai 2005 war es dann soweit. Bei den SPEEDDAYS in Alkersleben wurde erstmalig die schwarz/weiße Flagge gezeigt und die ersten Boliden rollten an die Startlinie. Dazu gab es jede Menge Programm und Show. So hatten wir neben vielen superschnellen Tuner Geschossen jede Menge Muscle Cars und die ersten Dragster aus den kleineren Klassen da. Sicherlich einer der Höhepunkte der Saison war der Auftritt zweier F1  Boliden aus dem Hause Honda BAR, die mit ihrem infernalen Röhren die Luft zum vibrieren brachten.
Die neue Asphaltstrecke machte einen super Eindruck und es wurden bereits tiefe zehner Zeiten in den Asphalt gebrannt.

Nicht minder für Aufsehen hat unser musikalisches Rahmenprogramm gesorgt: Mit DJ Tommekk, Sammy Deluxe und SIDO waren absolute Topacts der deutschen HipHop Szene am Start und gaben 3 fette Konzerte. Zum Saisonabschluss war mit Michael Gray noch ein Chartstürmer der Housefraktion an den Reglern und ließ die Bühne mächtig wackeln.

Im Tagesprogramm gab es viele Wettbewerbe rund ums tunen von Fahrzeugen sowie eine große Händlermeile. Hier gab es alles was das Tunerherz begehrte und dem Fan ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Mit vier Rennen und über 25.000 Besuchern war die Saison 2005 bis dahin die größte und erfolgreichste für uns. Doch irgendwas störte uns noch im Konzept! Es bestand also Handlungsbedarf!


Die Saison 2006 begann gleich mit einem Paukenschlag! Nach der sehr erfolgreichen Saison 2005 und 4 fetten Rennen, reduzierten wir die Anzahl der Events im Jahr 2006 auf genau: 1 !!! Es hagelte Beschwerden. "Wie könnt ihr das machen, eure Strecke ist so gut" protestierten die Fahrer. Ebenso war die Partyfraktion entrüstet. Doch nach und nach wurde aus dem Unverständnis unserer Entscheidung, die Einsicht, dass eine Megasause pro Jahr den Hunger entsprechend steigert und einem das ganze auch im nächsten Jahr noch schmeckt!

Zeitgleich mit dem Fussball WM Start legten wir bei Traumtemparaturen ein sehr gutes Event hin. Die Rennen und Shows waren gut abgestimmt und alles lief glatt. Die zahlreichen Gäste dankten uns das, mit einer sensationellen Party rund um den Motorsport. Es wurde gerast, gefeiert und der Gedanke SPEEDDAYS wurde zelebriert. Sei es nun bei den Fahrern, den Campern oder den Tagesgästen. Zufriedene Gesichter wohin das Auge sah. Es war friedlich, sicher und unser Konzept "4 auf 1" ging auf. hands up


Die Speeddays 2007 waren aufgrund technischer Probleme ein wenig durchwachsen. Bereits am Samstag Vormittag zeigte uns die Zeitmessanlage die kalte Schulter und ließ Zeiten raus, die nicht wirklich stimmten. Unsere Techniker bekamen es zumindest hin, das die Gesamtzeit auf der Quartermile stimmte. Doch die ständigen Reparaturen ließen die Wartezeiten auf der Viertelmeile recht schnell anwachsen. Das erhitzte die Gemüter. Das randvoll bestückte Programm allerdings ließ keine Wünsche offen.

Mit Peter Schöfer war erstmalig ein absoluter Top Pilot der europäischen Dragsterszene da und ließ denn Asphalt mächtig beben unter seinem 3500 PS starken Top Methanol Boliden.
Der zweite Lauf zur Street Eliminator Serie, Dirk Auers Rekordjagd auf Inlinern oder die über 15 Dragsterteams sorgen für mächtig Stimmung.  Thüringens Kultjugendradio TOP40 schüttelte das riesige Zirkuszelt richtig durch. Alles in allem aufgrund der technischen Probleme und der Wartezeiten auf der Viertelmeile nur eine zwei minus für die Speeddays 2007. Das können wir besser. Wir sitzen über unseren Hausaufgaben. Prima. Setzen!

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